Trainingslager Playa de Palma / Mallorca

 Januar 2008

Freitag morgen 11.01.08 9 Uhr: Ende des Nachtdienstes in der Schweiz, jetzt hätte ich eigentlich frei, wenn da nicht noch 7 ungeschriebene Arztbriefe auf dem Schreibtisch lägen...

Freitag mittag: Tiefschlaf

Freitag 18 Uhr: schreibe bis um ein Uhr nachts die Scheiß-Briefe

Samstag 12.01.08: nachdem schon seit Anfang des Jahres von Meiner-Einer mit dem Gedanken gespielt worden ist, die eine Woche Nachtdienstfrei und die anschließende Woche Urlaub zu etwas Sinnvollem zu nutzen (anstatt, wie üblich, die Zeit depressiv auf dem Sofa abzuliegen), wurde eine Woche Playa de Palma gebucht... Lastminute für 438 Euro HP. Abflug Dienstag 15.01.08 11 Uhr 55 !

Montag 13.01.08: Packen und Wäsche waschen

Dienstag 15.01.08 8 Uhr 04: den Bus gerade noch erreicht - die ganze Straße vereist, und meine große Sporttasche ist schweineschwer - da ich kein Radkarton habe, mußte eben alles in die Tasche. Besteht eigentlich nur aus Kleidung für eventuelle Mount-Everest-Besteigungen... Handschuhe, Mütze, 2 cm dickes Radtrikot, knöchelbedeckende Winterradschuhe aus Leder, zwei lange Winterradhosen – egal was passiert, sollte es in Palma schneien, ist das auch ok.

Dienstag 8 Uhr 30: Flughafenshuttle fährt alle halbe Stunde, kann daher schon einen Bus früher nehmen

Dienstag 11.Uhr 55: Abflug. Für Mittwoch sind in Palma 17 Grad Celsius angekündigt... aber auch Wind mit bis zu 40 km/h.

Dienstag 13 Uhr 45: Gelandet! Uff ist hier warm... Sonne scheint auch... Pulli ausziehen, das wird eine geile Zeit!

Dienstag 14.Uhr 10: das Pueblo Park liegt etwa zwischen Balneario 5 und 6, ich bin das erste Mal in einem Vier-Sterne-Hotel (spanische Kategorie) in der Eingangshalle geschnitzte Holzskulpturen unter Glas. Alles pico-bello. Hätte vielleicht meine Hose vorher noch bügeln sollen...

Dienstag 18 Uhr 45: ein Rad für viele, viele Teuros gemietet. Ok, ist das Beste, was die Schweizer vermieten. Mini-Radsportpacket muß man leider dazunehmen, man kriegt dafür eine Trinkflasche, eine Radkarte von 2007 und sieben Plastikbeutelchen, mit denen man ganz offiziell morgens Essen aus dem Speisesaal klauen darf J Nennt sich "Radsport-Picknick". Macht mit Versicherung und Schloßpfand knapp 140 Euro L Noch eine hübsche kleine Vignette auf den Vorbau kleben, und das Rad ist für eine Woche meins. Vignette-Kleben scheint eine Art Zwangshandlung bei den Schweizern zu sein, immerhin sieht es gleich viel offizieller aus. Danach Abendessen.

WOW, im Speisesaal erwarten mich ein komplettes Salatbüffet, ein Brotbüffet, eine Station mit 25 Flaschen Essig und Öl, mehrere Kochs, die Fisch, Steaks, Pizza, Nudeln, Ravioli kochen, irgendein größeres Tier wird filetiert, und die Pasta ist wirklich "al dente", sogar eher ein bißchen zu kurz gekocht... die Salatschüsseln werden laufend nachgefüllt, es gibt zwei verschiedene Suppen zur Auswahl, die auch tatsächlich genießbar sind (es geschehen noch Wunder auf Malle), noch drei weitere Büffets und ein Dessertbüffet laden zum Schlemmen ein. Sogar das Besteck ist fast sauber J

Mittwoch 16.01.08 8 Uhr 05: lasse mich wecken, penne aber dann doch wieder ein. Frühstück um kurz vor zehn. Immer noch müde vom Nachtdienst. Bis alles gerichtet ist und ich mit den Radsachen fertig bin, ist es 14 Uhr.

14 Uhr: Tür auf - und es nieselt. Der angeborene Regen-Reflex bewirkt, daß ich ohne Nachzudenken umdrehe und zurück ins Zimmer laufe. Hm, was jetzt? Soll ich vielleicht doch auf dem Sofa abliegen, oder in den kleinen Fitnessraum gehen? Das hätte ich auch daheim haben können. Also schnappe ich die Regenjacke. Unten im Radkeller angelangt hat das Nieseln aufgehört. Fahre trotz drohend tiefer Wolken los.

Geplant ist eine kleine Runde Playa de Palma - LLucmajor - Badia Blava - s'Arenal und zurück ins Hotel. Die ersten 15 Minuten bleibe ich trocken, doch auf der Strecke MA 19-A nach Llucmajor fängt es wieder an, es hagelt, blitzt und donnert, die Straße schwimmt. 10 Minuten später sind die Füße komplett naß. Bin schon lange nicht mehr im Regen Rennrad gefahren, ist ja eigentlich geil, man spürt die Natur intensiver, Regen prickelt im Gesicht, wenn bloß die Füße nicht so kalt würden. Hintern wird auch langsam feucht. Fahre bis Llucmajor weiter und entschließe mich dann zurückzufahren, doch im Industriegebiet Son Noguerra verfranze ich mich, schließlich finde ich die "Via servei", welche neben der Autobahn MA-19 Richtung Palma verläuft. Inzwischen regnet es nicht mehr, aber die Via servei ist voller Lehm von Baufahrzeugen! Nur die Gegenfahrbahn ist halbwegs befahrbar, glücklicherweise wenig Verkehr. Vor s'Arenal links weg, an einer Ampel rutscht mir beim Antritt das Hinterrad durch. Abgesehen davon daß sie naß ist, sieht die Straße hier eigentlich gut aus – wenigstens keine gelbe Lehmschicht. Bei Regen muß man auf Malle wirklich vorsichtig sein. Aber die paar Meter zurück ins Hotel sind kein Problem. Lächerliche 43,5 km stehen auf dem Tacho. Die 0,75 l Radflasche ist unangebrochen, Rad, Schuhe und Satteltäschen sind völlig verdreckt. Kann das Rad aber innerhalb von 15 min dank Hürzelers Profi-Rad-Waschanlage komplett säubern. Ist nun sogar schöner als vorher J noch Kette geölt und fertig. Dann gehe ich aufs Zimmer und spritze eine Überdosis Entspannungs-Bade-Wohlfühl-Gel in die kleine Badewanne, meinem kalten Hintern gönne ich ein langes, heißes Bad.

Nachdem ich mir noch die 0,75 l der Radflasche reingezogen habe (ein echter Schwabe läßt nichts verkommen) laufe ich in den Supermarkt und kaufe "Schuh-Shampoo", Imprägnierspray, Waschmitteltabletten für Buntwäsche und ein paar Handschuhe. Schuhe werden komplett mit dem Wunder-Shampoo eingeseift und die Wäsche in der Badewanne gewaschen.

Donnerstag 17.01.08 8 Uhr jetzt wird der Frühstücksraum geöffnet, doch ich penne bis 10 Uhr 25, immer noch müde vom Nachtdienst und vom gestrigen Tag. Um zehn Uhr dreißig ist Ende mit Frühstück. Egal, lohnt sich nicht mehr runterzulaufen, esse ich halt nichts, bzw. habe ich noch Schoko-Kekse, die ich gestern noch gekauft habe. Bin wieder erst um 14 Uhr im Radkeller. Heute ist es sonnig, aber windig und leicht kühl. Dann mal lieber nicht am Ufer entlang. Ich merke sofort, daß heute gar nichts geht. Null Kraft, fahre mit den Winterschuhen (die anderen sind noch ziemlich feucht von der Aktion gestern), dafür ohne Regenjacke. Die Winterhose mit Windschutz an den Knien ist zwar warm, spannt aber auch bei jeder Bewegung. Geplant ist eigentlich nichts, einfach mal da fahren wo 'ne trockene Straße ist. Playa de Palma Richtung Norden auf dem Autobahnzubringer, dann rechts ab den Hügel hoch und nach Sant Jordi rein und durch, und von dessen östlichen Ende weiter Richtung Algaida. Die Strecke ist als "Routa cyclotouristica" beschildert und tatsächlich ganz schön, vor allem schön einsam, hier blühen sogar schon die Mandeln (siehe Bild 1).

Aber was ist das? Die anfangs so schöne "Routa cyclotouristica" wird plötzlich holpriger, dann gabelt sie sich und Teer gibt’s nun auch plötzlich keinen mehr. Schleimige Pfützen voller Lehm, nein danke, nicht schon wieder Rad und Schuhe waschen. Ich drehe um, zurück nach Sant Jordi – von da aus geht’s weiter Richtung Norden. Als die Hauptstrasse kreuzt, beschließe ich jedoch nach Palma zu fahren. Über die nördliche Nebenstrasse MA 10-11 und Son Ferriol gelange ich ins Stadtzentrum, dann geht’s die dreispurige Uferstraße weiter Richtung Hafen. Die Uferstraße ist natürlich für Fahrräder verboten. Macht aber nix, mach ich halt Pause gegenüber der Kathedrale (bzw. dem Gebäude daneben, siehe Bild 2).

Zwei Opernsänger hört man, vom Wind leicht verweht, über den Anlagensee ihr Duett üben. Dann wird’s mir auf den Steinen am Hintern zu kalt. Weiter geht's zum Hafen, doch der ist zumindest auf der Ostseite nicht allgemein zugänglich, schade! Scheint auch nicht der eigentliche Hafen, sondern die Werft zu sein. Egal, dann eben wieder zurück. Wind hat inzwischen abgenommen. Den Radweg von Palma am Strand entlang geht’s zurück bis zur Playa, der Weg ist rot geteert mit Mittelstreifen, sehr nett gemacht, und macht richtig Spaß, die vielen kleinen Kurven zu nehmen! Hätte auch ruhig noch ein paar Kilometer weiter so gehen können. Auf der Playa werde ich bzw. mein Hintern ausgiebig massiert, das Mini-Kopfsteinpflaster läßt das Rad vibrieren. Gefahrene Km 45, gefühlte km 60+. Gesamt nun knapp 90 km. Schnitt 22 km/h. Aber vor allem: Schuhe, Mann und Rad heute sauber geblieben ;-).

Freitag 18.01.08 zwar bin ich rechtzeitig Frühstücken, habe danach aber so einen vollen Bauch, daß ich mich erst mal hinlege (hehe, was habt ihr gedacht!?). Ja ja, scheiß Nachtdienst. So langsam müßte es aber gut sein... Stelle später fest, es ist schon 11 Uhr. Immerhin sind die gewaschenen Radschuhe endlich trocken. Spraye sie gleich mal dem Imprägnierspray ein. Auf dem Balkon ist es richtig warm, trotzdem ziehe ich auf das Kurztrikot sicherheitshalber eine Jacke drüber. Die Beine müssen sich mit 3/4 Hosen begnügen, sollen arbeiten wenn sie warm bleiben wollen. Um 13 Uhr 30 bin ich tatsächlich bereits auf dem Rad, fühle mich fit, geplant ist eine etwas längere (!) Tour, d.h. soweit das überhaupt geht, denn um 17.30 Uhr geht die Sonne unter, um 18 Uhr sollte ich spätestens wieder zurück sein, sonst wird’s dunkel. Im Gegensatz zu den beiden ersten Tagen geht heute kein Wind. Ich beschließe, die Küstenstraße zu fahren. Also Playa de Palma - s'Arenal - Cala Blava (bis Cala Blava eher viel Verkehr, nehme einen kleinen Abstecher in den Ort, gibt aber nichts zu sehen). Weiter auf der Küstenstraße - der Verkehr nimmt nun rapide ab - nach Badia Blava - und rechts ab zum Cap Blanc, doch der Weg hört nach 200 m auf, ans Meer kommt man hier nicht. Zurück zur Küstenstraße. Ständig kommen mir Teams entgegen, teilweise mit Mannschaftsauto, welches stückchenweise den Weg vorfährt, an den Kreuzungen hält, wieder losfährt usw. Man hat wohl Angst, die Fahrer könnten sich sonst verirren...

Auch in meinem Hotel sind Profi-Teams untergebracht, wo wird z.B. ein weißer Material-LKW mit Bonner Kennzeichen wird öfters von schwarzen Gestalten umlagert, größtenteils hochgeschossene Jünglinge mit Knackärschen. Der Radkeller ist voll mit weißen Giant-Rädern, auch Zeitfahrmaschinen kann man bewundern. Dann steht da noch ein Gerolsteiner-Kleinbus ab und zu vorm Hotel, und ein paar Straßen weiter steht der schwarze CSC-Teambus.

Von den versprengt wirkenden Radteams abgesehen, ist die Küstenstraße sehr einsam, praktisch überhaupt kein Autoverkehr, ideal zum Radtraining. Ich biege rechts ab nach Cala Pi, ein abgelegener Geisterort, man sieht Häuser mit eingeworfenen Fenstern, eine riesige Doppel-Allee inkl. Straßenbeleuchtung ist mitten in die Pampa gebaut, ich fahre sie ein Stück entlang, hier sollte es eigentlich ein Weg zurück zur Küstenstraße geben, zumindest in der 2007er Hürzeler Karte eingezeichnet, doch die menschenleere Allee endet plötzlich im Nichts. Ich werde von apokalyptischem Gruseln erfaßt, drehe um und fahre systematisch jeden möglichen Weg rechts weg, aber immer Sackgasse bzw. der Teer hört nach ein paar hundert Metern auf. Schließlich treffe ich auf eine Nebenstraße, wo gleich reihenweise neu gebaute Häuser zu verkaufen sind. Sie wirken wie aus einem Architekturprospekt geklaut. Ich fahre zurück wie gekommen, es wird langsam spät und ich habe ich keine Lust auf weitere Experimente. So folge ich der - wirklich sehr schönen - Küstenstraße wieder zurück bis s’Arenal und der Playa

Km ca. 75, gesamt 163. Schnitt konnte ich auch leicht anheben ;-). Der erste Tag, an dem Radfahren wieder richtig Spaß gemacht hat. Nach dem reichlichen Abendessen fühle ich mich exaltiert und fotographiere den Hotelpool (siehe Bild 3).

Nebenan ist übrigens ein überdachtes Hallenbad, in dem besonders Unentwegte auch nachts um 20 h 30 noch üben.

Samstag 19.01.08 8 Uhr 45: bin tatsächlich bereits auf dem Weg zum Speisesaal, frühstücken! Geplant ist spätestens um 11 Uhr wegzukommen. Heute ist wieder blauer Himmel und es wird auch bestimmt wieder angenehm lauwarm werden. Kein Wind, fahre daher in dem gleichen Zeugs wie gestern, unterwegs sehe ich ein paar "richtige Sportler" die kurz-kurz fahren. OK, mit zusätzlich ein Paar Bein- und Armlingen als Sicherheit hätte ich das vielleicht heute auch gekonnt. Aber egal, lieber zu warm als zu kalt, erkälten möchte ich mich nicht. Die Küstenstraße hat gestern so viel Spaß gemacht, daß ich beschließe, auch heute wieder hier zu radeln, frei nach dem olympischen Motto: länger, höher, weiter J Ich fahre Playa de Palma - Badia Blava, vor dem Cap Blanc nähert sich die Straße den Klippen bis auf 30 m, welche steil ins Meer abfallen, ich nütze die Gelegenheit zur Fotopause (siehe Bild 4 und Bild 5):

Weiter geht’s am Cap Blanc vorbei - den Abstecher nach Cala Pi lasse ich heute aus, ich bleibe auf der Küstenstraße und werde sogleich von einem "richtigen Sportler" überholt. Schnell hat er 300 m Vorsprung, dann biegen er und ich rechts ab, Richtung Küste nach s'Estanyol des Migjorn und sa Ràpida geht es leicht bergab und er läßt die Beine hängen – ist ihm kalt oder hat er Harndrang? Ich trete natürlich rein und überhole die Type mit Schmackes, hänge ihn komplett ab J. In s'Estanyol gibt’s als Belohnung für die mutige Tat eine halbe Stunde Pause am Hafen (siehe Bild 6):

Hier werden alle mitgenommenen Schokowaffeln gefuttert (könnten ja sonst in der Hitze der Sonne schmelzen... J, dann geht’s weiter am Strand entlang über sa Ràpida, was ein nettes Örtchen ist, zurück zur Küstenstraße, hier jedoch nicht weiter geradeaus nach Campos sondern rechts weg, weiter auf der Küstenstraße nach ses Salines, ich schaue auf die Uhr, um 14 Uhr will ich in Santanyi sein, schon ist ses Salines erreicht, komme um 13 Uhr 58 in Santanyi an. Eine kurze Pause am zentralen Dorfplatz sei mir vergönnt, dabei das Rad fotografiert (siehe Bild 7):

und natürlich mich selbst, wie ich neben der Büste eines berühmten mallorquinischen Malers posiere (siehe Bild 8),

Die Hauptstraße MA-19 nach Campos rollt ganz ausgezeichnet, ohne Tria-Aufsatz erreiche ich freilich nur knapp über 50 km/h, na ja... ist auch noch zu früh für Tempospäße. Opfer sind auch keine zu sehen. Übrigens liegen deutlich weniger tote Ratten auf dem Seitenstreifen als gewohnt. Überhaupt sind die Straßen hier im Januar ungewöhnlich sauber, oder liegt das an den Regenfällen vor ein paar Tagen? Von Campos pedaliere ich weiter nach LLucmajor. Diese Strecke ist allerdings - wie eigentlich immer - ziemlich nervig, da viel Verkehr und man hier auf dem rechten Randstreifen - nanu - ständig Dreck und Kieseln ausweichen muß. Selbst wenn alle anderen mallorquinischen Straßen sauber sind, ist diese hier garantiert dreckig... Am Ortseingang von Llucmajor folge ich dem Motto „Augen zu und durch“ und ignoriere den Supermarkt. Die zweite Trinkflasche muß einfach noch bis heim reichen, ist auch eigentlich gar nicht mehr so weit. Statt auf der MA-19A weiter zu fahren, verlasse ich jedoch aus Versehen Llucmajor in Richtung Autobahn und komme südlich vom Industriegebiet Son Noguerra auf einem Kreisel zum stehen... das mit dem Motto sollte ich vielleicht nochmal überdenken. Nehme ich nun die linke "Via servei", um nach Hause zu kommen? Habe dazu eigentlich keine Lust, und versuche über Badia Blava zu verlängern, doch ich finde die in der Karte eingezeichnete Strecke nicht, bzw. läuft der Weg, den ich dafür halte, quer über einen Golfplatz (Privatgelände), als ich die Schranken bei San Antem sehe drehe ich um, nach ein paar weiteren Versuchen lasse ich es für heute sein und will gerade zurück nach LLucmajor, um doch noch auf die MA-19A zu fahren, als ein "richtiger Sportler" vorbeischießt, allerdings ein anderer als vorher und deutlich schneller, aber dafür offensichtlich Richtung Palma bzw. Playa. Ok, hinterher, hab ihn allerdings schnell aus den Augen verloren. Jetzt fahre ich also doch auf der Via servei zurück nach s'Arenal, die Straße ist heute glücklicherweise trocken. Km 105, Gesamt 268 km. Schnitt wieder etwas besser geworden, nun total 23,4 km/h für die 268 km bei 11h26 min Gesamt-Fahrzeit.

Sonntag 20.01.08: nun ja, geplant war eigentlich Playa de Palma - C'an Picafort und zurück. Bin auch pünktlich, aber ohne großen Appetit beim Frühstück. Um kurz nach neun nach draußen geschaut - die vom Highroad-Team machen auf dem Vorplatz Frühsport. Alle heben das eine Bein... dann das andere... Kniehebe-Lauf für Radler, von der Physiotherapeutin überwacht. Ich denke an meinen Hintern, und überhaupt hätte ich gegen eine Physiotherapeutin jetzt rein gar nichts einzuwenden. Sollen heute deutlich über 100 km werden, aber mir tut der Arsch weh, und draußen ist es nebelig. Ok, der Nebel wird sich sicherlich verziehen, tut er auch, aber zu spät, schon haben Kopf und Muskeln "nein" gesagt und ich hau mich noch mal hin. War das etwa schon zuviel gestern? Dann mache ich eben einen Regenerationsvormittag. Gegen zwölf beschließe ich angesichts der herrlichen Sonne draußen, auf jeden Fall trotzdem Rad fahren zu gehen, und sei es nur zur Regeneration. Also ein "aktiver Regenerationsnachmittag", da es recht warm ist (zumindest auf dem Balkon) versuche ich mich als Möchtegern-Sportler in kurz-dreiviertellang. Das gelbe Trikot vom Radladen in Manacor sieht in der Januarsonne toll aus, doch auf dem Weg zum Radkeller kommen mir die Jungs vom Highroad-Team entgegen, sind schon wieder da von ihrer Tour. Alle natürlich auch heute in lang-lang, also überleg ich’s mir noch mal, muß sowieso zurück weil ich die Handschuhe vergessen habe, und ziehe mich um. Nix mit auf "richtige Sportler" mache heute, ist auch gut so, denn warm ist es wirklich nicht. Wo fahr ich jetzt hin? Habe mir zwei Alternativpläne zurechtgelegt: a) über den Strandweg nach Palma und den Hafen von der richtigen Seite ansehen oder b) Llucmajor und Richtung Randa . Soll ja ein Regenerations-Radnachmittag werden, also lasse ich den Pulsmesser zu Hause. Ich muß auch gar nicht überlegen wo es hingehen soll, das Rad fährt ganz spontan Richtung Autobahnzubringer und dann die kleine Straße weiter nach s'Aranjassa. Ob das richtig ist? Also nach Palma sieht das jetzt nicht aus, aber egal hier treffe ich auf die MA-19A und da fahre ich doch glatt rechts weg nach Llucmajor. Die MA-19A kenne ich vom Mittwoch, da hatte es geregnet. Diesmal regnet es zwar nicht, dafür steigt die Strecke heute ziemlich an, ist mir im Regen völlig entgangen (Blitz und Donner können Wunder wirken...) Wenn ich jetzt schon diese Straße kaum hochkomme, wird es wohl mit'm Randa nichts L Doch Llucmajor ist nicht sonderlich weit, das Stück unmittelbar davor ist flach. Ich schöpfe neuen Mut, fahre nach Llucmajor rein, an einem Denkmal mache ich die obligatorische Pause und futtere alle mitgenommenen Riegel auf einmal. Also weiter die Straße aus Llucmajor raus Richtung Randa. Ich biege nach rechts nach in den kleinen Ort rein und sage mir, wenn ich den Anstieg nicht packe kann ich immer noch im Dorf Kaffee trinken. Doch es geht, schließlich hat die Kurbel vorn dreifach. Im Rentnertritt und mit dem Pulsschlag eines jungen Mädchens trete ich bergan, als sich von hinten ein komplett abgemagerter Radler in meinen Windschatten saugt, auf meiner Höhe geht er in den Wiegetritt. Wow, ist der schnell, oder war das gerade ein als Radfahrer verkleideter Bus?! Der Typ fährt die 5,4% rauf mit mindestens 25 km/h, ich keuche mich krebsrot mit 10,4 km/h. Ok ist ja auch Regenerationradnachmittag heute, ich darf so langsam fahren und schwitzen will ich auch nicht, sonst muß ich wieder den Helm abnehmen weil der Schweiß in die Augen rinnt... ich schwitz natürlich trotzdem, aber Helm bleibt oben. So wie ich raufschleiche, leidet mein Schnitt heute sehr. Nach einer Minute kommt noch ein Schneller von hinten, wohl der Kollege, hat jedenfalls das gleiche Trikot an. Als er mich sieht, nimmt er kurz Tempo raus, und fragt sich was jetzt kaputt ist. Doch dann hat er's kapiert, geht auch in den Wiegetritt und zischt vorbei. Ich denke: Die beiden Typen haben exakt das gleiche obercoole Radtrikot wie ich, wieso kann ich dann nicht genauso schnell fahren??? Betrug! Ich will mein Geld zurück! Im März habe ich so fitte Radler hier noch nie gesehen. Es ist noch 1 km bis zur Cura, doch schon kommen die beiden Wilden wieder runtergefahren... Oben am "Gipfel" dann das obligatorische Beweisbild (siehe Bild 9)

und die Aussicht Richtung Berge (Bild 10):

In die Klosteranlagen habe ich noch schnell reingeschaut und das WC getetet. Das Wasser war allerdings noch abgestellt. Hier ein Bild von der Kapelle im Abendlicht:

Die Abfahrt vom Randa kühlt schnell aus, ich beschließe, einfach den gleichen Weg zurückzufahren. Die Strecke nach Llucmajor rollt sehr schön und hat Gefälle, hier kann man richtig heizen, schon bin ich in Llucmajor und durch. Weiter geht's, die MA-19A wieder zurück bis s'Aranjassa. Das Panorama sieht auf dem Rückweg auch anders aus. Unterwegs sehe ich Orangen und mache Fotopause (siehe Bild 12):

Überhaupt ist die MA-19A sonntags kaum befahren, auf der Rückfahrt meint man, direkt auf die Berge zuzufahren (siehe Bild 13).

Die Mandelblüte hat innerhalb weniger Tage deutlich zugelegt, ob der Mond dran schuld ist (Bild 14):

Von s'Aranjassa dann über s'Arenal und dem obligatorischen Showfahren auf der Playa an den Balnearios 1,2,3,4 und 5 vorbei (fühle mich beinahe wie auf den Champs-Elysées) und ins Hotel. Gefahren heute: 52,4 km, gesamt: 320 km. Fahrzeit bisher insgesamt: 13 h 55 min. Gesamtschnitt über alles: 23 km/h.

Montag 21.01.08: Es ist nicht so, daß mir die Knochen wehtäten, ich habe bloß keine Lust aus dem Bett zu kriechen. Ein Insekt hat mich in empfindliche Stellen gestochen, was mir eine schlechte Nacht und seltsame Träume bereitet hat. Ich ignoriere eine Weile den Wecker und das nervig-laute Bettenrücken des Zimmerservices nebenan, dann stehe ich doch auf, es ist viertel vor zehn. Heute war eigentlich eine lange Tour geplant, um insgesamt wenigstens 500 km an Trainingsumfang / Woche zu schaffen... ein hehres Ziel. Draußen hängen ein paar tiefe Cumulus, insgesamt ist der Himmel ziemlich verhangen, und arg diesig. Im Internet verspricht Wetteronline für heute und morgen je 17°C und Sonne. Hm, auf dem Balkon ist es recht frisch, auf jeden Fall kühler als gestern. Ich setze den Abfahrtstermin auf 12 Uhr fest. So hätte ich 5 h Zeit plus 1 h Reserve, bevor es dann gegen 18 Uhr wieder dunkel wird. Würde für heutige 100 km gerade langen... Wegen den versprochenen 17 Grad ziehe ich das gleiche an wie gestern. Schon auf dem Weg in den Radkeller merke ich, daß es um die Beine herum doch etwas kühl werden könnte. Egal, wird sicher noch wärmer, nehme mir vor einfach immer bergauf zu fahren, dann paßt’s schon. Also Orient. Es geht wieder nach s’Aranjassa, dann der in der Karte eingezeichneten roten Tour entlang an Sant Jordi vorbei, ein kurzes Stück auf die MA-15, dann bei sa Casa Blanca auf die ausgeschilderte Radroute Richtung Santa Maria, die größtenteils quer über die Felder geht. Ein kurzes Stück auf der MA-3011, und weiter nach sa Cabaneta. Bei Marratxinet verlasse ich den Radweg nach Santa Maria und fahre ein kurzes Stück südwestlich Richtung Palma, um so auf die MA-2040 zu kommen, welche direkt in den Norden nach Bunyola führt. Die Berge sind von dunklen Wolken verhangen, welche bis auf die Hänge herabreichen – fast sieht es so aus als regnete es. Naja, notfalls kann ich in Bunyola ein Käffchen trinken und umkehren... aber ich habe Glück, die Wettervorhersage stimmt. Kurz nach halb zwei komme ich in Bunyola an und mache an der Abzweigung nach Orient Pause. Der Platz und das Café sind zunächst beinahe verwaist, ich sehe nur ein paar alte Spanier davon einer mit Rennrad, doch kurz nach mir treffen drei kleine Radgrüppchen ein, sie haben schicken Räder und noch schnellere Trikots. Fast könnte man meinen es wäre März. Die kostenlose Trinkwasserstelle funktioniert übrigens wieder (siehe Bild 15) :

Auf dem Paßsträßchen nach Col d’Honor überholt mich kein einziger Radler, obwohl ich im Rentnertritt betont langsam fahre und es tatsächlich schaffe, den Puls die ganze Strecke unter 150 zu halten. Ein echtes Novum! Überhaupt stelle ich fest, daß der Puls im Vergleich zu den ersten Tagen bei gleicher Belastung im Mittel 15 Schläge tiefer geht, werte das als ersten Trainingserfolg. Ich bemühe mich, nicht zu schwitzen, was leider nicht funktioniert. 5,4 Prozent sind halt 5,4 Prozent. Außer mir scheint niemand auf der Strecke den Col d’Honor hoch zu wollen... frage mich wo die schnellen Leute aus Bunyola bleiben, müßten die mich nicht längst eingeholt haben – oder waren das nur Café-Racer? Auf der Abfahrt vom Col Richtung Orient ist die Aussicht durch die Vegetation stark beschränkt, nur weiter unten gibt es eine Stelle mit Blick in die Hochebene (siehe Bild 16) :

Im Süden stehen die Bäume auf den Felsen wie Indianer in alten Karl-May-Filmen... (Bild 17):

Das Wetter hier ist doch noch überraschend gut geworden. Beim Blick auf die gegenüberliegende Seite sieht man einzelne Wolkenfetzen über die Hügel ziehen (siehe Bild 18):

In Orient selbst hat nur das linke der beiden Cafés auf, nachdem ich heute morgen die beiden Radflaschen jeweils mit einem Schuß Cola gedopt habe, halte ich nicht an und stürze mich gleich in die Abfahrt nach Alaró. Leider ist die Straße durch die schattige Lage feucht vom letzten Regen (wann war der doch gleich?), ich verzichte auf die üblichen Kamikaze-Manöver und lasse es mit nur wenig über 40 km/h rollen. Kurz vor Alaró ist die Straße dann doch gut abgetrocknet und ich kann ein bißchen heizen – 58 km/h, mehr ist auf dem schon fast flachen Stück nicht drin. Die Strecke endet mit einer Weggabelung, ich biege rechts ab und fahre durch Alaró durch, dann weiter nach Consell. Hier komme ich auf die breit ausgebaute MA-13A, die ich noch bis Santa Maria del Cami weiterfahre, biege dann links auf einen Schleichweg Richtung Portol ein und komme auf der MA-3030 wieder nach Marratxinet, wo ich den Radweg Sant Jordi – Santa Maria wiederfinde. Über Sa Cabaneta und Sa Casa Blanca geht es an Sant Jordi vorbei nach s’Aranjassa zurück. Hinter s’Aranjassa lasse ich mich dazu verführen, in eine mit „Playa de Palma“ bezeichnete Routa cyclotouristica einzubiegen. Landschaftlich ausgesprochen schön... nach 3 km Zick-Zack durch die Wiesen kreuze ich wieder die Hauptstraße, bin aber nur ca. 600 m näher an der Playa. Den Radweg muß ein spanischer Taxifahrer ausgeschildert haben... Ich hab genug von dem Späßchen und fahre auf direktem Weg ins Hotel. Heute: 85 km, Gesamt 405 km, Gesamt-Schnitt hat durch die bergige Tour wieder etwas gelitten, nun 22,7 km/h. Gesamt-Trainingszeit (rollendes Rad): 17 h 53 min.

Dienstag 22.01.08: Heute vielleicht Inselumrundung? Nee, nur Spaß! Das Rad will um 17 Uhr abgeben werden, danach muß ich den Bus um 17.55 Uhr zum Flughafen nehmen, dennoch sollte es für ein halbwegs ordentliches Training reichen. Meine schwangere Sporttasche kann ich bei Hürzeler abstellen, ein netter Service. Nachdem ich noch das Zimmer ausgecheckt habe, geht's kurz nach 10 Uhr los. An der Hotelausfahrt stehen schon die Jungs mit den Highroad-Trikots bereit, warten die vielleicht auf mich? Ein gemeinsames Training wäre nett, doch angesichts meines Trainingszustands und des materialtechnischen Nachteils - die Giant-Räder sind schon ein paar Kilo leichter - eher verwegen. Ich beschließe ich, einfach schon mal voraus zu fahren. Ist es Zufall, daß mich auf der Strecke nach s'Aranjassa ein schwarzer Mietwagen überholt und an der nächsten Einfahrt hält? Im Helmrückspiegel sehe ich das Grüppchen schwarzer Gestalten ganze 250 m hinter mir. Doch bevor mich das Peloton einholt, kürze ich am Kreisel Richtung sa Casa Blanca ab. Ortskenntnis lohnt sich, denn erst auf dem langen Anstieg nach sa Cabaneta holt mich die Gruppe ein. Mehr als 22 km/h sind an dieser Stelle für mich nicht drin, sonst würde ich ziemlich das Keuchen anfangen. Die Jungs überholen mich locker mit ca. 26 km/h und schwatzen dabei. Ich sehe ihnen lange nach, wie sie vor mir auf der langen, ansteigenden Geraden nach Sa Cabaneta scheinbar mühelos dahinradeln und stetig Abstand gewinnen. Als ich schließlich Sa Cabanata erreiche, sind die Jungs längst außer Sichtweite.

Heute habe ich eigentlich keinen Plan, wo es hingehen soll, und beschließe spontan eine Pilgerfahrt nach Binissalem zu unternehmen, um dem dortigen Radladen - eine Art spiritueller Versammlungsort für Rennradfahrer – meinen ehrfürchtigen Besuch abzustatten. Dort kann ich die neuesten technischen Kreationen anbeten. Der Pilgerweg ist reine Meditation, das Bergpanorama bei Santa Maria del Camí mit Sicht auf den Puig Major läßt mich in höhere geistigen Sphären schweben. Beseelt steige ich vom Rad und mache eine kurze Fotopause (Bild 19):

In Santa Maria del Camí kommt mir überraschend das Highroad-Team entgegen – haben die schwarzen Ritter hinter Sa Cabaneta den Umweg über Pòrtol genommen? Warum denn das? Doch ich verstehe sogleich: im Schlepptau haben sie sich zwei blonde Radamazonen eingefangen, deren knallroten Trikots und die leuchtend blonden Zöpfe einen hübschen Kontrast zum den dunklen Herren bildet. Die Mädels scheinen die sich ihnen bietende Aussicht zu genieße, sie grinsen über beide Backen. Ich bin natürlich sofort neidisch, hätte ich mir doch nur auch so ein fesches Highroad-Trikot besorgt!

In Binissalem mache ich beim Radladen halt und schaue mir zum Trost die ausgestellten Vorbauten an. Sie glänzen in allen Farben: rote, gelbe, grüne, silberne, vergoldete... Ein paar neue Herzfrequenzmesser in der Vitrine wecken kurzfristig mein Interesse, dann gibt es noch verschiedene Tachos und LED-Lampen zu bewundern. Der Laden ist voll mit Rennrädern, eines schöner als das andere, stundenlang könnte ich vor den in appetitlichem sahneweiß gehaltenen Pinarello-Rahmen knien und beten - doch ich muß weiter. Der MA-302 folge ich nach Biniali, dann die Ruta cyclotouristica entlang, leider geht sie schnell in einen holprigen, trockenen Lehmweg über. Ich habe ausnahmsweise mal keine Lust, umzudrehen, und fahre trotz der schlechten Strecke langsam Richtung Algaida, ein Crossrad oder Mountainbike würde hier mehr Spaß machen. Nach einer Weile komme ich auf die Teerstraße nach Algaida, fahre am Randa vorbei und durch Llucmajor, wo ich diesmal auf der Südseite des Städtchens den Radweg nach Badia Blava finde. Der Cami s'Aguilar ist ein Musterschüler von einem Radweg, er ist Eins-A geteert, rollt ausgezeichnet, nur alle 15 Minuten traut sich mal ein Auto vorbei. Hier ist es so still, daß man beim Radeln Mozart hören könnte. Kurz vor Badia Blava habe ich dann ein Erlebnis der dritten Art, ich werde von einem Rennradler mit Frau und Kind überholt. Der Kerle hat ordentlich Power, trotz Radanhänger und Gegenwind fährt er wie ein Mofa. Gelegentlich hört man den Sohnemann etwas Unverständliches brüllen, vielleicht "venga,venga!" oder "via via!" Möglicherweise hat er aber auch einfach nur Hunger. Ich folge den drei zurück Richtung s'Arenal, bis sie bei Son Veri abbiegen und im Gewirr der Gassen verschwinden.

Nach einer Ehrenrunde auf der Playa de Palma stehen heute knapp 90 km auf dem Tacho. Bevor ich das Rad abgebe, wird es noch ausgiebig gewaschen. Dann grinse ich zufrieden, die Woche hat sich gelohnt, insgesamt wurden etwa 495 km gefahren. Von den angepeilten 500 km bin ich nicht weit entfernt. Bis der Bus zum Flughafen fährt, bleibt noch genügend Zeit zum duschen. Ich hole mein Gepäck, bei einem Café con leche genieße ich die letzte halbe Stunde im lauen Abendwind. Über mir strahlt der Himmel in rot-violetten Farben, ein paar Pinienzweige schaukeln lautlos. Während ich noch die Abendstimmung auf mich einwirken lasse, schmiede ich bereits Pläne, wiederzukommen.

Sportliche Grüße

Dierk

 

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